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Freitag, 12. September 2008

Noch mehr Saucen...

Heute haben wir nochmal ein paar Soßen im California Tortillas entdeckt, die da heißen:
  • 911
  • Ass in the Tub
  • Crocodile Hunter
  • Sugar & Pain
Es scheit, als ob sich California Tortillas als allgemeines Lieblings-Restaurant entpuppt.

Manuel war ja heute in Baltimore - nur um einen Termin auszumachen ^^, ohne geht nix.

Mittwoch, 10. September 2008

Social Security und Homeland Security

Heute gings zur Social Security Administration, die glücklicherweise nru ein paar Meilen von der Haustür entfernt liegt. Dieses Gebäude war das am bisher am stärksten gekühletste, woraufhin mich die Schalterbeamtin gleich fragte, ob mir denn kalt sei.
"Cold as hell" ;D
Zum Pech der eben genannten Schalter-beamtin, stürzte das Programm, in das sie meine Daten eingab insgesammt 3x ab, woraufhin sie den ein oder anderen Fluch zischen lies.

Thomas war an einem anderen Schalter, bei einem Mann. Warum ich das so deutlich machen sollt ihr gleich erfahren. Während der gegenseitigen Begrüßung murmelte Thomas nämlich kurz "Hmm", was der dunkelhäutige und sehr kräftig aussehende Beamte als ein "Mam" interpretierte und ihm scharf antwortete "You better correct this! Don't look at your friends, they can"t help you.". Also Thomas dann aber weiter lächelte wurde es dem Beamten auch klar, dass dieser Satz diesmal umgekehrt nicht angekommen war. Knapp um eine Prügelei herumgekommen verabschiedete sich Thomas dann mit einem kräftigen "GoodBye SIR"

Manuel hatte diesmal aber die Arschkarte, irgendeiner der unzähligen Institutionen, die unsere Visa/EInreisepapiere durchlaufen haben, ist ein Tippfehler im Vornamen unetrlaufen "Mnuel" statt "Manuel". Jetzt kommt er nach Guantanamo... äh muss nach Baltimore zum Department of Homeland-Security.

Abends gings dann mal wieder ins Rec: Racquetball, Tischtennis, Rudern und Crosstrainern.
Der gewichttechnische Unterschied vor und nach dem Sport beträgt teilweise über 2 Kilo! und das obwohl mein T-Shirt den meißten Schweiß auffängt. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt :)

Montag, 1. September 2008

Labor Day... Down in D.C.

Da Schreiben so zeitaufwändig ist, heute ein etwas bilderlastiger Eintrag...

Heute, am Labour Day, haben wir in D.C. ganz klassisches Sightseeing durchgezogen. Mit der Metro, die nur 20 Fußminuten von unserem Haus entfernt liegt, hat die Anfahrt ca. genauso lange gedauert. An der Metrostation haben wir uns erstmal eine SmarTrip-Karte gekauft, dabei handelt es sich um eine kontaktlose Bezahlkarte für Metro, Bus und Parken handelt. Das tolle daran ist, dass man sich nicht um den Preis kümmern muss, sondern man steigt einfach ein/aus und hält diese Karte an den Schalter. Daraufhin wird der (angeblich) günstigste Preis berechnet und abgebucht. Hin und Rückfahrt kosteten so zusammen knapp unter $5, ein fairer Preis wie ich finde.


Die weiteren Erzählungen kann der fleißige Leser übrigens anhand unserer zurückgelegten Strecke verfolgen:
Unsere LaufRoute ansehen
»» http://href.to/uYS ««

Die Metro-Station 'Gallery Plaza'


Zwei typische D.C.-Bewohner ;)


Vermutlich nicht nur in D.C. gibt es Fußgänger-Ampeln, an denen ein Countdown runterläuft, der anzeigt, bis wann man sich auf der Straße aufhalten kann - eine richtig gute Idee!


Im Allgemeinen waren die Straßen super leer, was vielleicht auch daran gelegen hat, dass es Feiertag war.

Zuerst sind wir von der Metrostation Richtung Rasenfläche zwischen Washington Monument und Capitol gelaufen um uns dort ordentlich von der Sonne die Rübe braten zu lassen. Meine erste Schätzung über die Höhe des Washington Monuments belief sich auf 100m, woraufhin ich von den Anderen ausgelacht wurde: "Niemals ist das so hoch...". Später hat sich herausgestellt, dass es 169m hoch ist ;D .



Von dort sind wir Richtung Capitol gelaufen um dort ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Auf dem Weg dorthin sind wir am National Museum of Art...

... vorbei gekommen, in dem Auch ein Original von Monet lagert, welches wir schon in dessen Garten (Frankreich) photographiert hatten. Sollten wir es besuchen gibt es natürlich einen Vergleich. Folgendes ... Schiff (links im Bild) ist uns auf der Straße begegnet:


Vor dem Capitol befindet sich der Reflecting Pool in dem wir eine kurze Runde geschwommen sind ;) um danach frisch gestärkt zum Capitol emporzusteigen.

Unmittelbar vor dem Capitol befindet sich ein Pool, in dem wir demonstrieren mussten dass der Dollar-Kurs immernoch ziemlich mieß steht:


Direkt danach gings weiter in den National Botanical Garden, in dem man kostenlos eine Vielzahl seltener Hamburgerbeläge bestaunen konnte ;)
Rund um das Gebäude waren bunte Weltkugeln aufgestellt, die das Umweltbewusstsein der Amerikaner schärfen sollten.

Vorbei am 'National Musem of the American Indian'...


... ging's weiter zum 'National Airospace and Spacecraft Museum', bei dem der Eintritt wiederum frei war (sehr lobenswert) und in dem man ordentlich beim extrem-klimatisierten McDonalds frieren konnte.



Dort haben wir uns auch einen IMAX-3D-Film (Titel: 'The Sun') gegönnt. Außerdem gab es viele Experimente zum selbstmachen, unter anderem konnte man die Kamera einer Flug-Drohne fernbedienen...


... oder gegen den Computer im Traveling Salesman Problem antreten, bwz gewinnen :) :


Nun aber genug vom Space-Museum, jetzt gings nämlich ab Richtung Washington Monument, wo wir folgende schreckliche Szene beobachten mussten...


... wir konnten uns gerade noch in Sicherheit bringen! Doch wer da denkt, das wäre die letzte Grausamkeit des Tages gewesen, der liegt falsch, denn wenige Minuten später, als wir Richtung White House abgebogen sind (ok, wir sind erstmal dran vorbei gelaufen ;D ), trafen wir einen Mann, der seine bewusstlose Tochter auf den Schultern spazieren trug:

Richtung weißem Haus also fanden sich auch noch mehr Obdachlose, die reich beschenkt wurden:


Die Eichhörnchen hier in Washington sind nochmal viel zutraulicher, als wir bisher beobachten konnten:


Die Eichhörnchen sprangen übrigens sogar direkt auf der Rasenfläche vor dem Weißen Haus umher! Wir haben uns in voller Absicht *ähem* dafür Entschieden von der Rückseite ans Weiße Haus heranzutreten :)
Usain Bolt meets the White House ;D


Hier trafen wir auch den Kindesentführer wieder, es wurde gemunkelt, das Mädchen habe gezuckt!


Sehr witzig war auch diese freundliche Dame, die Ihrem Unmut über die Regierung der Vereinigten Staaten freien Lauf lies - direkt gegenüber des Weißen Hauses! Gekümmert hat das die Security kein bisschen. :



In Anbetracht völliger Erschöpfung machten wir uns auf den Heimweg, vorbei an...
einer Crime-Scene (nein ich meine nicht Andi, der so verdächtig dasteht!)


einer 'German Bakery'


und Washingtons Chinatown.


Ein freudiger Tag, voller einprägender Erlebnisse ging damit zu Ende. :)

Donnerstag, 14. August 2008

VISUMs-Informationen

An dieser Stelle mal ein paar Infos, wie das mit dem J1-Visum im General-Konsulat abläuft. (Sehr viele Infos finden sich übrigens: usvisa-germany.com )

Ein Termin kann man nur begrenzt im Vorraus vereinbaren, wir (Maryland @ WS0809) haben direkt nach der letzten Klausurwoche unseren Termin gehabt (10$ online und per Kreditkarte oder ~3,40€/min Telefon. Damit ist das Konsulat teurer als alles was man nächtlich auf DSF zu sehen bekommt!). Kurzfristige Not-Termine sind wohl auch möglich, kosten aber vermutlich mehr.

Vermutlich wird sich ~3 Monate vor Reiseantritt eine Dame vom Konsulat in der Uni blicken lassen um erstens einige Dokumente (DS-156 bis DS-158) durchzugehen und zweitens unsinnigerweise ordentlich Panik zu schieben(dazu unten mehr).

Die Anreise dauert ca. eine Stunde ( + Stau-Risiko) und ist insbesondere mit Navi problemlos zu finden.

Ablauf im Konsulat
  1. Zuerst reiht man sich in die "Non-permanent-immigration"-Schlange einreihen. Dem Beamtem drückt man fröhlich die Dokumente in die Hand, woraufhin diese rudimentär auf Vollständigkeit geprüft werden. Als einzige Antwort bekommt man von ihm eine Nummer (zweifach) ausgehändigt und durch das 11cm dicke Panzerglas per Fingerzeig zurück um die Ecke gewinkt.
  2. Nun betritt man einen schwer bewachten Raum in dem man sich vor dem Metalldetektor aller metallischer Gegenstände (Fernbedinungs-Auto-Schlüssel waren trotz Raketen-Anpeilungs-Panikmache ok, Gürtel und AK-47 musste man leider ablegen) entledigt.
  3. Bleiben die gefährlichen Gegenstände unentdeckt, wird über eine Grünfläche in eine große Halle mit einigen 100 Stühlen geschickt und bekommt beim Betreten einen grünen Zetteln in die Hand gedrückt, welcher beschreibt, wie man die mitgeführten Dokumente zu sortieren hat (Wenn mans verpatzt, dann erntet man diabolische Blicke der freundlichen Schalterbeamtinnen.).
  4. Am Rand dieser Halle befinden sich >= 20 Schalter, zu denen man nach genügend Wartezeit aufgerufen wird. Dazu befinden sich an den Wänden Displays, auf denen alle paar Sekunden eine Nummer eingeblendet wird (die man bei ganz am Anfang ausgehändigt bekomen hat), zu welcher Schalternummer zu gehen hat. Bis sich die eigene Nummer auf den Displays blicken lässt, wartet man ca 2 Stunden.
  5. Um sich dabei die Zeit zu vertreiben kann derweil mit biszu 298 anderen Terroristen in der Toilette einen Plan schmieden, ab 299 ist leider FullHouse! (Kein Scherz, da hängt ein Schild "Maximal 299 Personen" vor dem Klo!)
    Eine andere Ablenkung für Singles sind die ca 200 weiblichen Au-Pairs... ;)
  6. Wird die Nummer zum ersten mal aufgerufen, dann schlappt man zum angezeigten Schalter und gibt der enorm freundlichen Dame die Dokumente, wie in der grünen Liste sortiert unter dem Panzerglas hindurch. Je nach Lust und Laune schaut der/die BeamtIn die Dokumente auf Vollstädigkeit durch (es wird im großen und ganzen auf die 6 Terroristen/Kindesentführer-Fragen geachtet). Des weiteren darf man sich alle Extremitäten, soweit es die Natur zulässt auf den Scanner legen (gemeint sind die Finger).
  7. Das wars schon. Die Dame teilt den Zettel mit der zweifachen Nummern ca zu 50/50 auf und man darf sich mal wieder hinsetzen. Der ganze Spaß an diesem ersten Schalter hat keine 2 Minuten gedauert.
  8. Wenige Minuten später wird man erneut optisch aufgerufen und begibt sich zum sogenanten Interview. Vor diesem Interview hat die sympathische Konsulats-Dame beim Vorbesuch Panik geschoben("...dauert ca 30 Minuten...", "...viel reden..."). Dass die Realität mal wieder ganz anders aussieht, hätte man sich eigentlich denken können. Dieses Interview erfordert nä(h)mlich, extremeste Englisch-Skillz - dauert unfassbare 30 Sekunden und beinhaltet folgende Konversation:
    Interviewer: "Hello......... put your XYZ-finger on the scanner."
    Du: "Acting your command, sir."
    Interviewer: "Ah an internship. So where are you going to?"
    Du: "Maryland, Fraunhofer Institute for ...." (Man wird förmlich unterbrochen)
    Interviewer: "How long will you stay there?"
    Du: "About 6 months, plus some extra days."
    Interviewer: "Good bye!"
    Du(leise): "Ich dich auch..."
  9. Nach nur 2 Stunden warten, exklusive 2 Minuten und 30 Sekunden bester Unterhaltung, darf man sich wieder in die Freiheit begeben, das wars.
Das Beste an der ganzen Sache ist eigentlich der Pass der zurückgesendet wird (dauert ca 1 Woche). In diesen wurden nä(h)mlich dermaßen ... interessant ... sämtliche abgegebenen Dokumente nach einmaligem Falten direkt reingetackert wurden. Dies hat (unschwer vorzustellen) zur Folge, dass der Pass das Verlangen hat zu platzen und man die getackerten Dokumente nichtmal mehr rausklappen kann. *STRIKE*

Alles in allem wars viel weniger Stress als man vorher gedacht hatte.